Von Aaron über Abraham…

…bis hin zu Zachäus oder auch Zippora – in der Bibel gibt es unfassbar viele Personen, deren Namen ich hier gar nicht alle aufzählen kann. Viele von ihnen kennen wir genauer, da wir ihre Geschichten schon oft gehört und gelesen haben.. Allen voran natürlich Jesus, dessen Geburt uns grad zu Weihnachten erst beschäftigt hat. Oder Maria, seine Mutter, die diesem Gottessohn das Leben schenken durfte. Noah, der in Gottes Auftrag ein riesiges Schiff gebaut hat, auf dem er die Vielfalt der Tiere vor der Sintflut retten konnte. Mose, der das Volk Israel aus Ägypten geführt hat. Josef, den seine Brüder für ein paar Taler an eine Karawane verkauften. Paulus, der Briefeschreiber. Sem, Ham, Ruth, Lydia, Sarah, Abraham, Benjamin – den einen Namen wissen wir sofort zuzuordnen, bei dem anderen müssen wir vielleicht nochmal nachlesen.

In dieser Woche war Chris Eggermann wieder einmal in unseren Gruppen zu Besuch – diesen Namen kennen mittlerweile alle bei uns in der Kita. Diesmal hat er für die Kinder eine Geschichte zur Jahreslosung mitgebracht. Jede seiner kleinen Biegefiguren bekam einen Namen und die Geschichte konnte starten.

Den Mann mit der Augenbinde habt ihr vielleicht sofort erkannt, denn er ist sicherlich der bekannteste Blinde aus der Bibel – Bartimäus. Dieser Bartimäus saß jeden Tag am Stadttor von Jerusalem. Eine nicht mehr ganz neue und vielleicht auch nicht mehr ganz saubere Augenbinde schützte seine empfindlichen Augen vor dem Staub hier auf dem Boden und vor dem doch sehr hellen, fast schon blendendem Sonnenlicht. Hell und Dunkel konnte er vielleicht noch unterscheiden, aber die vielen, an ihm vorbeiziehenden Menschen waren für ihn nur schemenhaft zu erkennen. Manche waren freundlich und gaben ihm ein paar Scherflein, damit er sich etwas zu essen kaufen konnte. Sehr selten war es mal ein Denar. Aber nie reichte es für ein wirklich gutes Essen. Manchmal wurde er auch einfach nur beschimpft, er sei faul, warum er nicht arbeiten gehe. Wie gerne würde er arbeiten, nicht auf die Almosen anderer angewiesen sein, sein eigenes Leben gestalten und finanzieren. Er mochte es nicht, wenn Menschen abweisend zu ihm waren. Er konnte doch nichts für seine Blindheit.

Immerhin hatte er auch ein paar Freunde. Johanna, hier ganz in Pink gekleidet, war sehr oft an seiner Seite. Sie mochte ihn, weil er immer viel erzählen konnte, sich die tollsten Geschichten ausdachte und sehr freundlich war. Simon war als Hirte oft mit seiner Herde auf den Feldern um Jerusalem unterwegs und schaute, wann immer es ihm möglich war, bei Bartimäus am Stadttor vorbei. Am liebsten schlich er sich hierbei von hinten heran, um ihn zu erschrecken, aber sie hatten beide viel Spaß dabei. Dann gab es noch Matthias. Schon an seiner Kleidung konnte man sehen, dass er mehr Denar hatte, als die anderen Freunde zusammen, er war immer da, konnte immer aushelfen, wenn ein Brot gekauft werden musste und wusste immer, was in der Stadt besonderes geschehen war. Kein Wunder, dass auch er es diesmal war, der den Freunden von der größten Neuigkeit erzählen konnte – Jesus war in der Stadt! Vieles hatten sie schon von ihm gehört und wollten so schnell wie möglich dorthin, wo er gesehen wurde. Nur Bartimäus zögerte. Jesus? Was wollte denn er von Jesus? Würde der ihn überhaupt beachten? Und wie sollte er sich bemerkbar machen, denn er konnte die Menge der Menschen hören, die alle zu Jesus unterwegs waren. Sie würden ihn eh nur schieben und wegdrängen. „Ruf ihn einfach!“, machte Simon ihm Mut. Rufen? „Jesus“, war ganz leise zu hören. Und noch einmal „Jesus.“ Die Menschenmenge war einfach zu laut. Also rief er zusammen mit seinen Freunden (- und den Kindern der Gruppen -) ganz laut den Namen, den wirklich jeder kannte: „JESUS!!!“ – und tatsächlich drehte Jesus sich scheinbar in seine Richtung und Bartimäus hörte seine Schritte durch den trockenen Sand von Jerusalem näher kommen. Nicht weit von ihm blieb er stehen und mit ihm auch die Menschenmenge. „Warum rufst du meinen Namen? Was soll ich für dich tun?“, wollte Jesus von Bartimäus wissen. „Ich würd so gerne sehen, dich sehen, meine Freunde sehen, meine Stadt sehen, das Leben sehen…“, antwortete dieser zögernd. Jesus ließ Johanna die Binde von den blinden Augen nehmen und froh und dankbar fiel Bartimäus Jesus in die Arme. Er konnte sehen, er konnte seinen Retter wirklich sehen. Er konnte seine Freunde sehen. Er konnte die staunenden Menschen sehen, die dieses Wunder miterleben durften.

„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen! Wer mich bittet, dem werde ich geben, was er braucht.“

Worte, die Jesus zu Bartimäus gesagt haben könnte. Wie sie auch in der Jahreslosung stehen. Jesus erfüllt nicht wahllos Wünsche, aber er erkennt Glauben und wahre Not. Er erfüllt die Sehnsucht des blinden Mannes und schenkt ihm ein neues, ein anderes Leben. Ja – die Geschichte ist gegenüber der Bibel ausgeschmückt und ein wenig anders erzählt, aber die Kinder mögen die Vorstellung, dass auch der blinde Mann Freunde und Freundinnen hatte. Sie finden es klasse, wenn Geschichten mit Bildern oder Figuren erzählt werden. Sie sehen, was passiert. Sie sind mit Rufen Teil dieser Geschichte. Es ist wunderbar, wenn Chris uns besucht, mit uns Andachten oder Gottesdienste feiert, wenn er uns Geschichten und Bilder mitbringt oder sogar selbst Teil einer Geschichte ist, so wie im Dezember, als er als Hirte Simon in unsere Gruppen kam. Vielen Dank dafür noch einmal an dieser Stelle.

In den nächsten Wochen werden wir uns im religionspädagogischen Projekt auch noch mit anderen Personen aus der Bibel beschäftigen, und dann werden uns auch Namen begegnen, die wir vielleicht noch nicht so oft gehört haben. Eure Kinder werden sicher davon berichten und euch vielleicht auch neugierig machen, selbst mal auf die Suche nach Namen und Personen zu gehen…

Ich bin ein Bibelentdecker,
ja, ich will es wissen,
ein Bibelentdecker, dem Geheimnis auf der Spur,
ein Bibelentdecker, will suchen und finden,
ein Bibelentdecker auf Tour.

Meine Tour führt mich heute durch Geschichten,
ich komme aus dem Staunen nicht heraus.
Ich lese in Briefen und Gedichten, hier und auch zu Haus.

Meine Tour führt mich heute zu Personen,
die haben was mit Gott erlebt.
Ich lese von Fischern und Spionen,
und bin gespannt wie’s weitergeht.

Meine Tour führt mich durch zwei Testamente,
da bleibt mir der Mund offen steh’n.
Kinder Gottes erleben eine Menge, das lass ich mir nicht entgeh’n.

Auf dem Weg…

…in das Jahr 2022 mit 365 Tagen, die von uns und euch gestaltet und erlebt werden wollen…

Auf dem Weg in den Zahnlückenclub, vielleicht sogar wirklich schon mit der ersten oder zweiten Zahnlücke und der mit Spannung erwarteten Zeit der Schulkinderprojekte, HLL, Verkehrspolizei und spielend lernen…

Auf dem Weg in ein neues Jahr mit Festen und Feiern, die wir hoffentlich wieder gemeinsam erleben dürfen…

Auf dem Weg mit Planungen und Ideen des ganzen Teams, um alle Auflagen zu erfüllen und dennoch den Kindern und Familien ein wunderbares Jahr bieten zu können…

Auf dem Weg in Urlaubs- und Erholungszeiten, die wir alle immer wieder mal brauchen…

Auf dem Weg zu Fortbildungen und Schulungen, die uns als Team immer wieder neu ausrichten oder festigen…

Auf dem Weg mit den Kindern durch das Kirchenjahr, mit religionspädagogischen Projekten und Geschichten, mit Liedern und Gottesdiensten, die uns allen den Glauben erlebbar machen…

Auf dem Weg in das Jahr 2022 mit einer Jahreslosung, die ein herzliches WILLKOMMEN ausspricht…

Willkommen bei Jesus und seinen Freunden, die unterwegs sind im ganzen Land, um von Gott zu erzählen, um den Glauben der Menschen zu wecken und zu festigen. Sie kommen an den See Tiberia bei Galiläa um dort zu rasten und es spricht sich schnell herum, dass Jesus dort ist. Schnell versammeln sich tausende Menschen dort, um zu hören, was Jesus ihnen zu sagen hat. Also steigt Jesus auf eine Anhöhe und erzählt von seinem himmlischen Vater, von seinem Bild für die Menschen. „Wie aber wollen wir diesen vielen Menschen zu essen geben, während sie hier bei uns sind?“ will er von einem seiner Jünger wissen, denn ein Willkommen beinhaltet auch eine gewisse Gastfreundschaft, eine Verantwortung für die Gäste. Sie haben kaum genug Geld, für ihr eigenes Brot und Durchkommen zu bezahlen. Aber ein Junge ist dort unter den Menschen, der einen Korb mit fünf ganzen Broten und zwei wunderbaren, frischen Fischen mit sich trägt. Jesus nimmt davon und verteilt es an alle Anwesenden. Alle bekommen so viel, wie sie brauchen und bis dass sie alle satt sind. Und tatsächlich – es reicht für alle. Es ist genug da und es kann reichlich verteilt werden. Es bleiben sogar Reste übrig, die von den Jüngern später eingesammelt werden.

Dies ist nur ein Teil der Geschichte, aus der die diesjährige Jahreslosung entnommen wurde. Später beantwortet Jesus den Menschen ihre Fragen nach dem Weg in Gottes Reich und er mach ihnen deutlich, dass der Weg zu Gott über ihn, über Jesus führt, und dass er uns alles gibt, was wir brauchen. Oder dass wir manchmal vielleicht auch weniger brauchen, als wir denken, mit weniger auskommen, als wir vermuten.

„Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt wird nie mehr hungern und wer an mich glaubt wird nie mehr Durst haben.“  – damit lädt er uns alle ein, zu ihm zu kommen, ihn als Begleiter zu wählen, aber auch als Ratgeber, Mutmacher und Freund. Wann immer, wo immer, womit auch immer wir zu ihm kommen…

„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“

Mit dieser Zusage können wir das Jahr doch wirklich gut starten. Und wir können auch versuchen, sie für unser eigenes Leben, unsere Arbeit, unsere Familie, unsere Freunde und unsere Mitmenschen zu übernehmen. Wenn jemand zu dir kommt, der Hilfe braucht, der eine Frage hat, der Unterstützung benötigt, dann weise ihn oder sie nicht direkt ab. Versuch, zu helfen, gemeinsam eine Lösung zu finden. Hör zu, denke mit, bete mit… dann werden wir alle einen guten Weg durch ein gutes Jahr gehen können und Spuren hinterlassen, denen sicher auch manch einer folgen mag…

 

Unsere PiA heißt Luisa…

Schon seit vielen Jahren geben wir jungen Menschen, die gerne einen Beruf im sozialen Bereich kennenlernen möchten oder die im Rahmen ihrer Ausbildung einen Praktikumsplatz benötigen, die Möglichkeit, unsere Arbeit zu erleben, zu begleiten, eigene Erfahrungen zu machen und auch sich selbst einzubringen. Egal ob „1-Tages-Schulpraktikum“ oder „Sozialführerschein“, „Berufspraktikum“ oder „Schulpraktikum“ – wir hatten schon die verschiedensten Praktikanten und Praktikantinnen in unseren Reihen. Junge Menschen während ihrer Ausbildung zu begleiten, ihren Weg mitzugestalten und ihre Einstellung zum Beruf zu prägen, ist auch für uns immer wieder etwas Besonderes und Wertvolles.

Ab diesem Kindergartenjahr sind wir nun sogar „Ausbildungsbetrieb“ und haben somit die Möglichkeit, eine Auszubildende über die gesamten drei Jahre ihrer Ausbildungszeit zu begleiten. Seit nunmehr zwei Jahren gibt es bundesweit die Möglichkeit, eine sogenannte „Praxis-integrierte-Ausbildung“, die „PiA“, zu absolvieren. Die PiA-Ausbildung ist ein dualer Ausbildungsgang, der dazu befähigt, Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben zu übernehmen und in sozialpädagogischen Bereichen selbständig und eigenverantwortlich tätig zu sein. Sie gewährleistet über drei Jahre hinweg eine dauerhafte Verknüpfung von Theorie und Praxis.

Auch wir haben seit August eine PiA in unserem Team  – und unsere PiA heißt Luisa. Mehrere Kinder und Familien durften Luisa bereits im Kindergartenjahr 2019 / 2020 kennenlernen. Im Rahmen ihrer Berufsvorbereitung hat sie damals bereits ein Praktikum bei uns absolviert und sich mit ihrer offenen, fröhlichen Art in die Herzen der Kinder gespielt. Uns als Team hat sie ebenfalls mit Kreativität, Ideenreichtum, Persönlichkeit und Zuverlässigkeit überzeugt. Auch während der Notgruppenbetreuung war sie uns oft eine Hilfe und wir konnten ihr trotz aller Corona-Hindernisse einen guten Abschluss des Schuljahres und des Praktikums bieten. Sehr gerne sind wir daher ihrer Anfrage und Bewerbung für die PiA nachgekommen. In der Villa Kunterbunt wird sie nun in den kommenden drei Jahren ihren Platz haben. Sie kann dort den Alltag begleiten, praxisnah Planungen entwickeln und Projekte eigenständig oder gemeinsam mit den Gruppenkolleginnen durchführen. Sie darf lesen, spielen, turnen und basteln, aber auch Berichte schreiben, Entwicklungen beobachten, Kinder begleiten und Kolleginnen unterstützen. Sie bekommt Einblick die Organisationsgrundlagen einer Einrichtung, lernt in verschiedenen Gruppenkonstellationen zu arbeiten, erfährt unterschiedliche Arbeitsstile der anderen Kolleginnen und kann somit auch ihren eigenen Stil finden und umsetzen. Die schulische Begleitung dieser Dualen Ausbildung findet am Berufskolleg Oberberg statt.

„Erzieherin wollte ich eigentlich schon werden, seit ich denken kann!“ antwortet Luisa auf die Frage nach dem Grund für ihren Ausbildungswunsch. „Die Kinder zaubern einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht und ich verlasse die Einrichtung jeden Tag mit einem guten Gefühl. Die Kinder schätzen einen so wert und zeigen das auch sehr offen. Zudem ist jeder Tag eine neue Herausforderung und jeden Tag passiert etwas anderes. Ich selbst möchte den Kindern mit meiner Art und meiner Arbeit einfach eine schöne Kindergartenzeit schenken!“

Mit dieser positiven Grundeinstellung hat sie sich bewusst für die PiA entschieden, da dieser Ausbildungsweg zur Erzieherin der einzige ist, der eine konstante praxisnahe Erfahrung beinhaltet. Zudem findet die PiA in einer festen Einrichtung statt und beinhaltet nicht dauerhaft wechselnde Praktikumsplätze, wie es bei anderen Zweigen der Fall ist. Oftmals gilt dort der Grundsatz ´Es ist gut, während deiner Ausbildungszeit so viele Einrichtungen wie möglich kennenzulernen.`

Wir hingegen, und so auch Luisa, schätzen es sehr, die gesamte Ausbildung begleiten zu dürfen. Der Ablauf eines ganzen Kindergartenjahres kann vermittelt und von ihr miterlebt werden. Der Zeitraum der Eingewöhnung bringt andere Situationen, Herausforderungen und Projekte mit sich, als die letzten Wochen im Kindergartenjahr beispielsweise, wo meist besonders die zukünftigen Schulkinder im Mittelpunkt stehen. Die Entwicklung der Kinder wird von ihr über einen längeren Zeitraum begleitet, nicht nur in „drei mal drei Wochen“. So ist es ihr möglich, diese Entwicklung in kleinen Schritten zu erleben und auch in Beobachtungen und Berichten beurteilen zu können. Kinder verändern sich dauernd und entwickeln sich stetig. Sie kann einige dieser Kinder sogar in ihrer gesamten Kindergartenzeit bis hin zum Schuleintritt erleben.

Wir freuen uns sehr auf die kommenden Jahre mit Luisa und sicher werden auch die Eltern unserer Kinder verschiedenste Begegnungsmöglichkeiten mit ihr haben – in der Bring- und Abholzeit, bei Laternenfesten, Ausflügen, Eltern-Kind-Projekten, Sommerfesten, Gottesdiensten und vielen anderen Gelegenheiten, die wir hoffentlich bald wieder miteinander erleben dürfen.

 

 

 

„Laternen groß, Laternen klein…“

„…sie leuchten in die Nacht hinein. Sie leuchten bunt und leuchten hell, mit wunderbarem Schein.“

Besser kann man kaum beschreiben, wie jeden Tag aufs Neue in der Martins-Woche der Lichterschein unserer Laternen rund um die Kita den frühen Abend und die Kinderaugen zum Leuchten brachte.

Einen großen Laternenzug vom Gemeindehaus in der Altstadt bis hin zur Kita durften wir auch in diesem Jahr nicht gemeinsam zu St. Martin planen. Also suchten wir nach einer Möglichkeit, dennoch mit unseren Kindern und Familien dieses wunderbare Fest feiern zu können. Haben wir im vergangenen Jahr noch mit den Kindern und ihren selbstgebastelten Laternen in der mit Lichterketten geschmückten Turnhalle singend gefeiert, konnten wir in diesem Jahr wenigstens die Eltern und Geschwister jeweils einer Gruppe zu einem gemütlichen Abend einladen. Das Außengelände der Kita war mit Lichterketten und Lampions geschmückt, ein knisterndes Martinsfeuer brannte, leckere Würstchen dufteten vom Grill, Kinderpunsch, Kakao und Apfelschorle warteten auf uns und Stutenmänner zwinkerten verlockend und süß mit ihren Rosinenaugen. Aber nichts war so schön und unvergleichlich, wie das stolze Strahlen in den Kinderaugen beim Anblick der eigenen Laterne. Die Martinsgeschichte wurde an jedem Abend auf unterschiedliche Art erzählt, mal mit Bildern, mal mit einem Anspiel, Steckenpferde und Hopsepferde wurden geritten, Mäntel geteilt und Lichter präsentiert. Es wurde gesungen und getanzt. Eine kleine Wanderung führte uns singend bis hinauf zum Dietrich Bonhoeffer Heim und mit unseren Liedern und Lichtern machten wir auch dort den Bewohnern und Mitarbeitern eine Freude. Anschließend konnten wir die zuvor bereits lockenden Köstlichkeiten genießen, miteinander reden und lachen und die Zeit als Gruppe mit den Familien genießen. Und wohl jeder ging mit Leuchten in den müden Augen und einem Lied im Ohr später am Abend nach Hause…

„Lichterkinder auf dieser Erde
Leuchten wie Sterne am Himmelszelt
So wie Sankt Martin schenken sie Freude
In alle Herzen auf dieser Welt“

„Macht euch bereit, macht euch bereit…“

„…jetzt kommt die Zeit,

auf die ihr euch freut!

Bald schon ist Weihnacht,

fröhliche Weihnacht.

Macht euch bereit,

macht euch bereit!“

Kaum zu glauben, aber nur noch wenige Wochen, dann ist Weihnachten. Nach St. Martin geht es mal mit kleinen, mal mit großen Schritten direkt in die Adventszeit – auch bei uns in der Kita. Auf den CDs sind oftmals Martinslieder und Weihnachtslieder kombiniert, so dass schon seit einigen Tagen die magischen Klänge zeitweise durch die Gruppen ziehen. Unsere Planungen im Team beschäftigen sich mit Bastelideen, Gestaltung der Weihnachtsfeiern, wann und wie dekorieren wir die Einrichtung, welche Bücher lesen wir oder wie gestalten wir die Adventskalender in den Gruppen. Ob uns wohl der Nikolaus in diesem Jahr wieder persönlich besuchen kommt?

Leider werden wir auch in diesem Jahr keinen Familiengottesdienst im Advent feiern dürfen, da die Größenordnung alle Bestimmungen der aktuellen Coronaverordnung übersteigen würde. Wir werden stattdessen kleine Gottesdienste oder Andachten mit den Kindern feiern in Verbindung mit der jeweiligen Gruppen-Weihnachtsfeier. Auch hier sind wir, wie bei allen vorgegebenen Einschränkungen, bemüht und hochmotiviert, es für die Kinder erlebenswert und schön zu gestalten.

Und tatsächlich – in den Gruppen wird es langsam weihnachtlich. Die ersten Sterne hängen schon in den Fenstern, Lichterketten wurden nach St. Martin gar nicht erst abgeschmückt und an manchen Tagen zieht uns auch schon Plätzchenduft in die Nasen. Die ersten bunten Kindersocken hängen bereits in den Gruppen und auch kleine Geschenke für den Adventskalender wurden abgegeben. Auch für alle Eltern und Freunde der Kita wird es in diesem Jahr HIER wieder einen Adventskalender geben – aus praktischen und organisatorischen Gründen in der Terminspalte der Homepage. Da die Gruppen möglichst nicht mehr betreten werden sollten, möchten wir Sie und Euch mit dem „Bild des Tages“ an unserer vorweihnachtlichen Freude teilhaben lassen. Gilt es nicht für uns alle, wie im Lied von Rolf Zuckowski, ob jung oder alt, ob groß oder klein, dass die Weihnachtsfreude die schönste Freude ist? Dieses Kribbeln wird von Tag zu Tag mehr, wir genießen Lichter und Kerzenduft, gemütliche Abende, besondere Filme, Lieder und Geschichten.

Ob Jung oder Alt,
Groß oder Klein,
Stimmt doch mit ein,
Stimmt doch mit ein!
Bald schon ist Weihnacht,
Fröhliche Weihnacht.
Stimmt doch mit ein,
Stimmt doch mit ein!

(Übrigens – der Adventskalender des vergangenen Jahres ist noch immer über die Terminspalte abrufbar… auch dort gab es Bilder, Bastelideen, Geschichten und ähnliches…)

Zoom Zoom Zoom…

…geht es manchmal, wenn Autos schnell an uns vorbei fahren. Da müssen wir alle schon sehr aufpassen. Besonders aber die Kinder, die jetzt in die Schule kommen, denn die sollen ja auch lernen, wie man sich richtig im Straßenverkehr verhält. Worauf muss ich achten? Was ziehe ich am besten an, damit Autofahrer mich gut sehen können? Darf ich am Straßenrand rennen, toben oder hüpfen? Wer kann mir helfen, wenn ich etwas nicht weiß? Und was mache ich, wenn ich sehe, dass jemand anderes sich falsch verhält?

Für die Kinder, die in diesem Sommer in die Schule kommen, steht jetzt eine recht aufregende Zeit an. Vielleicht haben manche von ihnen sogar Angst davor, weil sie demnächst alleine über die Straße gehen müssen oder auch ohne Mama und Papa mit dem Schulbus fahren. Selbst auf dem Parkplatz an der Schule oder auf der Straße direkt vor der Schule gibt es jeden Tag Situationen, die gefährlich werden können und die erst gelernt werden müssen. Seit vielen Jahren bereits arbeiten wir zu diesem Thema eng mit der Polizei hier vor Ort zusammen. Es gibt spezielle Schulkinder Programme, in denen die Kinder das richtige Verhalten im Straßenverkehr lernen. Und auch die Eltern werden von den extra dafür ausgebildeten Polizisten mit an die Hand genommen und auf die neue Situation vorbereitet. Für die Kinder ist es immer spannend, wenn plötzlich die Polizei mit ihnen gemeinsam übt, wie man denn eine Straße richtig überqueren sollte. Oder wenn auch den Eltern plötzlich Fehler aufgezeigt werden. Es gibt sogar in jedem Jahr den „Wuschel-Bus“, in dem die Kinder anhand eines Handpuppentheaters auf Gefahrensituationen hingewiesen werden. Ein Highlight ist auch das „Polizeipuppenbühnenfestival“, bei dem unzählige Kindergärten aus dem gesamten Kreisgebiet zusammenkommen und in Liedern und Theaterstücken spielerisch Verkehrserziehung erfahren und lernen.

Nun könnten wir ja ganz traurig sagen „Oh wie schade, dass das alles wegen der Corona-Einschränkungen in diesem Jahr nicht stattfinden kann!“, aber dafür gibt es keinen Grund. Die freundlichen, hochmotivierten Verkehrspolizisten haben sich auf die gegebene Situation eingestellt und für die Schulkinder und deren Eltern ein Online-Angebot erarbeitet. Es gab einen Elternabend über Zoom, Informationsseiten zum Selbsterarbeiten im Internet und es gibt mehrere Zoom-Veranstaltungen direkt für die Schulkinder, die sie entsprechend von zu Hause oder gemeinsam aus dem Kindergarten besuchen können.

Da werden kleine Szenen mit Playmobilfiguren gespielt, die das Verhalten im Straßenverkehr spiegeln und die Kinder dürfen interaktiv mitentscheiden, wie sich denn die Figuren jetzt wohl verhalten. Kleine Videos werden als Aufgabe von die Eltern und Kinder gedreht, in denen die Kinder zeigen, wie sie selbst die Straße überqueren. Den Kindern macht es sehr viel Spaß, denn das Arbeiten mit digitalen Medien und die Fragen und Antworten über Zoom sind für sie ja nicht alltäglich.

Wir sind schon sehr gespannt, was sich unsere Polizisten für die nächsten Zoom-Treffen einfallen lassen und freuen uns sehr, dass solch ein Programm trotz aller Widrigkeiten ernstgenommen und durchgeführt werden kann.

Leben ist Zeichnen ohne Radiergummi…

Ein kleiner Junge steht ganz alleine an der See, die Füße im Wasser, den Wind in den Haaren, einen Eimer in der Hand und den Blick raus aufs weite Meer geworfen. Oder doch nur bis zur nächsten Sandbank? Was geht vor in seinem Kopf? Friert er? Überlegt er, ob er sich durch den Priel traut bis rüber zur nächsten Sandbank? Möchte er seinen Eimer einfach nur mit Wasser füllen? Hat er ein Schiff am Horizont entdeckt? Beobachtet er die Wellen?

Drei Jahre alt ist der Zwerg im Juli 2008 auf dem Foto – und nur wenige Tage später war auch er ein Kind unserer Kita Kreuz & Quer. Er konnte es kaum erwarten, hatte „seine Panama-Gruppe“ schon an einem Nachmittag besuchen und mit den anderen Kindern spielen dürfen. Er freute sich auf die vielen Spielsachen dort und am meisten auf die Fahrzeuge im Außengelände. „Da sind auch andere Jungs, Mama!“ war die wichtigste Neuigkeit für ihn. Es ist immer sehr aufregend und spannend, wenn solch ein großer Schritt im Leben gegangen wird, sowohl für die Kinder als auch für uns Eltern. Ich erinnere mich selbst noch sehr gut an die Zeit, als auch ich und mein Mann viele Fragen hatten, organisieren mussten und den neuen Lebensabschnitt planten. Viele neue Erfahrungen kommen auf die Familien zu, aber auch neue Aufgaben und Herausforderungen. Wie organisiere ich den neuen Alltag innerhalb der Familie? Was mache ich als Mama oder Papa mit meiner „freien Zeit“, denn damals ging ich noch nicht arbeiten. Und wenn mein Kind weint morgens beim Bringen? Kann ich den Erzieherinnen soweit vertrauen, dass sie es schon beruhigen werden? Wird mein Kind Freunde und Freundinnen finden? Spaß haben im Kindergarten? Was wird es lernen, welche neuen Ideen wird es mit nach Hause bringen? Und wenn mein Kind krank wird? Ich war damals ja noch zu Hause, aber als ich dann irgendwann arbeiten ging, war es eine ziemliche Herausforderung, eine anderweitige Betreuung zu organisieren. Und hatte sich bis dahin noch der tägliche Rhythmus nach meinem Sohn und seinen Geschwistern richten können, die damals schon in die Schule gingen, so kam jetzt plötzlich mein eigener Zeitplan ins Spiel und wollte auch berücksichtigt werden.

Zurzeit planen wir in der Kita auch, und zwar für das neue Kita Jahr und die neuen Kita Kinder. Die Jungs und Mädchen sind nach bestimmten Vorgaben aufgenommen und entsprechend auf die vier Gruppen der Einrichtung verteilt. Die Verträge mit den Eltern sind unterschrieben, und somit haben wir für die neuen Kinder auch schon die Unterlagen in den Gruppen. Auch für uns Erzieherinnen ist es immer wieder spannend, was mit dem neuen Jahr auf uns zukommt. Wir lernen andere Familien kennen, die Kinder werden die Gruppensituation verändern und prägen und wir werden mit ihnen viel Neues erleben und auch lernen. Auch wir stehen immer neuen Herausforderungen gegenüber – in diesem, wie auch im letzten Jahr, beeinflusst die Pandemie alle Vorbereitungen für das neue Kindergartenjahr. Wir werden den Elternabend für die neuen Familien daher online durchführen und sind schon ganz gespannt, wie das abläuft und wer dort auf dem Bildschirm erscheinen wird. Die Aufnahmegespräche für die persönlichen, familienspezifischen und auf das eigene Kind bezogenen Fragen und Absprachen werden in den Wochen danach telefonisch durchgeführt. Die Eingewöhnung im kommenden Sommer wird die Pandemie am wenigsten beeinflussen, das haben wir bereits im letzten Kindergartenjahr erleben dürfen. Die ersten Tage sind für die Kleinen und auch uns Großen die wichtigsten und prägendsten, so dass wir uns hier den persönlichen Kontakt zu den Eltern nicht nehmen lassen. Wenn die Bestimmungen es vorgeben, werden wir halt mit Maske und/oder Tests eingewöhnen. Aber wir werden bei allen Auflagen und Hygienevorschriften und sich dauernd ändernden Bestimmungen immer die Kinder als Erstes und Wichtigstes im Blick haben. Gleiches gilt für alle übrigen Kindergartenkinder, denn auch für sie bringt das neue Jahr Veränderungen mit sich. Bisherige Freunde und Freundinnen wechseln in die Schule oder Kinder wechseln aus der Nestchengruppe aufgrund ihres Alters in eine andere Gruppe. Neue Spielsituationen entstehen und jedes Kind positioniert sich anders in der neuen Konstellation.

Wir Erwachsenen machen uns oftmals viele Sorgen und Gedanken, wie etwas werden könnte und was wir dann machen und wie wir reagieren – und die Kinder? Sie leben und erleben es einfach, sie machen aus jeder Situation das Beste und gehen meist ganz unbefangen und neugierig auf Neues zu. Sie überraschen uns immer wieder. Sie brauchen kein Radiergummi für ihr Leben – sie malen im Zweifelsfall drüber oder malen erst und sagen dann danach, was es geworden ist…

 

 

 

 

 

 

 

„Wunder werden wahr…“

„Wunder – Wunder werden wahr. Zeichen die noch nie ein Auge sah.

Wunder – Wunder geschehn. Herr, öffne uns die Augen, dass wir Wunder sehn!“

Wie müssen sich erst die Menschen gefühlt haben, die Jesus in der Zeit seines Lebens begleiten durften und ihn in seinem Wirken erlebt haben? Viele unerklärliche Dinge sind geschehen, scheinbar ausweglose Situationen wurden durch das wunderbare Wirken Jesu verändert.

Der blinde Bartimäus legte seine letzte Hoffnung in Jesus und rief laut seinen Namen, um im Gedränge der vielen Dorfbewohner überhaupt gehört zu werden. Jesus hat dieses Rufen erhört und dem Mann sein Augenlicht und ein neues Leben geschenkt (Mk 10, 46-52).

Ein römischer Hauptmann, der eigentlich zu den Gegnern Jesus gehörte, war verzweifelt, weil sein Knecht im Sterben lag. Dieser Knecht glaubte fest an Jesus und sein Wirken, und so schob der Hauptmann all seine Abneigung und seine Zweifel beiseite und bat Jesus, diesem kranken Knecht zu helfen (Mt 8, 5-13).

Jesus geht selbst zu einer Gruppe unheilbar kranker Menschen, die nicht im Dorf leben durften, da die anderen Menschen Angst hatten, sich anzustecken. Auch diesen Menschen schenkt Jesus Heilung und ein neues Leben (Lk 17, 11-19).

Diese und noch mehr Geschichten lassen sich finden. Sie alle zeigen uns, dass Jesus das Leben für viele Menschen wunderbar gemacht hat – wunderbar neu. Er gibt ihnen Richtung und Ziel für ihr Leben. Er zeigt ihnen, wie Gott sich das Leben für uns Menschen gedacht hat. Aber wir müssen auch offen sein und bleiben, für diese wunderbare Welt Gottes.

„Wir gehn wie blind durch diese Welt und übersehen leicht dein Handeln und dein Tun.

Hilf uns zu sehn und zu verstehn, dass wir in deinen Wunderhänden ruhn.“

Das Lied von Lukas Di Nunzio passt perfekt in die Osterzeit. Es macht uns deutlich, dass wir Hoffnung und Trost bei Gott finden dürfen, dass wir in seinen Wunderhänden ruhen, dass er uns hält und führt. Wir müssen es nur zulassen und ihm vertrauen. Gott selbst hat uns das größte Wunder geschenkt, und das gleich zwei Mal. Zunächst durch die Geburt seines Sohnes, welche wir an Weihnachten feiern. Dieses Kind wurde nicht nur Maria und Joseph geschenkt, sondern uns allen. Sein Leben und Wirken war Gottes Geschenk für die Menschen – richtungsweisend für uns und unser Leben. Das zweite Wunder hat er uns an Ostern geschenkt. Dass Jesus für uns und unsere Fehler gestorben ist, dass er gekreuzigt wurde, ist eine der Geschichten, die viele nicht so gerne lesen und erzählen. Aber sie gehört dazu. Sie ist Teil der Lebensgeschichte Jesu. Und sie endet mit der Auferstehung, sie endet mit der Gewissheit, dass wir, genau wie Jesus, bei Gott ewig leben dürfen (Joh 20, 1-18)

Genau wie sein Leben, hinterlässt auch alles, was wir tun, Spuren und Erinnerungen bei unseren Mitmenschen. Lasst uns dafür sorgen, dass es gute Erinnerungen sind, lasst uns Wege gehen, deren Spuren andere gerne folgen möchten. Und wenn wir nicht weiter wissen, lasst uns Gottes große Wunderhand fassen und uns halten und führen. Lasst uns ein wunderbares, gesegnetes Osterfest miteinander feiern. In Gedanken, in Liedern, in Geschichten, in Gebeten – und in unserem Gottesdienst. Da wir auch in diesem Frühjahr keinen gemeinsamen Familiengottesdienst feiern durften, haben wir einen für euch und uns alle gestaltet, den ihr ab Gründonnerstag, 11:15 Uhr, unter dem unten angegebenen Link auf Youtube immer wieder anschauen könnt. Auch hier geht es um die Wundergeschichten Jesu und das größte Wunder – Ostern.

Euch und uns allen wünschen wir ein wunderbares, gesundes und gesegnetes Osterfest.

„Wenn es Frühling wird im Hasenland…

…dann weht in der Luft ein buntes Band.

Das leuchtet und glänzt im Sonnenschein. Woraus mag dieses Band wohl sein?

Wenn es Frühling wird im Hasenland, dann weht in der Luft ein buntes Band.

Das kommt wie der Wind an jeden Ort und weht wie Zauber wieder fort!“

Und manchmal kommt sogar der Osterhase selbst auf einen Sprung vorbei im Sonnenschein – kaum gesehen, schon wieder fort. Das Licht und Schattenspiel im Frühling lässt schon so manchen Zauber entstehen, nicht nur den Regenbogen im oben zitierten Lied aus Rolf Zuckowskis Osterhasengeschichte oder auf der Wand der Bullerbü-Gruppe.

Draußen wird alles bunter, immer mehr Krokusse strecken ihre leuchtend bunten Köpfe der Sonne entgegen und auch die Narzissen sind kaum noch zu halten. Veilchen, Winterlinge und Gänseblümchen lassen sich entdecken. Marienkäfer verlassen die schützenden Verstecke und fliegen durch die Frühlingsluft. Die Vögel bauen ihre Nester und zwitschern fröhlich dem Tag in aller Frühe entgegen. Das Gras auf der Wiese wechselt langsam von fahlem, ausgelaugtem, matten Grün hin zu frühlingsfrischem Grün. Die Maulwurfshügel besiedeln eben diese Wiesen und auf den feuchten, kalten Wegen tummeln sich Regenwürmer.

Der Frühling ist eine wunderbare Jahreszeit – alles bricht auf, wird neu und hell. Wir sind oft und lange draußen mit den Kindern und auch die genießen es, nicht nach 10 Minuten am Griff der Wippe festzufrieren oder gar mal ohne Mütze vor die Tür zu können. Eier werden bunt bemalt oder auch aus Papier geklebt. Hasenkörbchen werden gefaltet und an manchen Tagen kann man den Duft von frisch Gebackenem durch die Flure ziehend riechen. Denn auch im Frühling und zu Ostern kann man prima backen – QuarkÖlteig Hasen und Eier sind sehr beliebt und auch fein ausgestochene Hasenkekse lassen wir uns schmecken. Wir basteln und malen und spielen mit den wenigen Kindern, die uns in der Notbetreuung geblieben sind, aber so richtig Spaß macht es doch auch uns erst wieder, wenn ihr alle wieder kommen dürft. Bis dahin überlegen wir uns tolle Projekte und planen bunte Aktionen, die wir dann alle gemeinsam erleben dürfen.

Vielleicht habt ihr Daheimgebliebenen ja Lust, uns ein Frühlingsbild oder eine Frühlingsbastelei zukommen zu lassen, dann können wir mit euch unsere Kita bunt gestalten und wir hätten jeden von euch doch ein klein wenig bei uns. Und dann hoffen und beten wir dafür, dass wir alle gesund bleiben oder werden, und dass wir uns bald wiedersehen dürfen. Zum Schluss noch ein Zuckowski Klassiker, der Mut und Hoffnung bringen soll und jede Menge Licht in unsere Herzen.

„Immer wieder kommt ein neuer Frühling, immer wieder kommt ein neuer März.

Immer wieder bringt er neue Blumen, immer wieder Licht in unser Herz!“

 

Homeschooling…

oder auch „Lernen auf Distanz“ genannt, findet auch bei uns in der Kita statt. Einerseits versorgen wir alle Kita Familien jede Woche mit einem neuen Überraschungsvideo. Da kann man mal etwas sehen, etwas singen, etwas basteln oder experimentieren. Nicht nur, dass sich die Erzieherinnen hier immer wieder etwas Neues einfallen lassen – ihr zu Hause probiert es selbst aus und lasst uns sogar mit kleinen Filmchen oder Fotos daran teilhaben. Da kann man mal ein Kind kaum noch hinter dem Schaumberg in seiner Schüssel entdecken, oder aber die Schaumparty endet in einem Rutschfest auf dem Küchenboden – jeder halt so wie er kann und mag. Toll zu sehen, dass ihr so viel Spaß mit unseren Ideen habt.

Wir haben in diesen Tagen aber noch ein weiteres Video Portal gestartet – für unseren diesjährigen Zahnlückenclub. Im normalen Regelbetrieb starten wir immer im Januar mit unserem Zahnlückenclub das „Schule spielen“, ein Programm, welches die zukünftigen Erstklässler mit Reim- und Wortspielen, mit Lauterkennung und Satzbauspielen, mit Arbeitsblättern und einfachen Aufgabenstellungen ein wenig auf die kommende Schulzeit vorbereiten soll. Zur Zeit ist das ja leider nicht möglich, aber das Team unserer „Lehrerinnen“ hat sich die entsprechenden Unterlagen vorgenommen und so umgearbeitet, dass sie zwei Mal in der Woche als kurze Lernvideos in die Gruppe der Zahnlückenclub Eltern und Kinder gestellt werden können. Auch diese Videos werden von euch mit großer Begeisterung aufgenommen und wir bekommen viele Rückmeldungen diesbezüglich.

Lasst euch überraschen, was wir noch für Ideen im eingeschränkten Regelbetrieb und Lockdown aufs „Tablett“ bringen, denn „Kreuz & Quer goes digital“ – und das in immer neuen Bereichen…